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Zeitzeugen Dokumentation aus Dersim
 
 


 
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Dokumentation der Zeitzeugen über den Völkermord an Dersimern im Jahre 1938 durch Türkei.

Bevor die Weltöffentlichkeit den Völkermord an Armeniern beim Namen nannte und anerkannte, benannten die Väter Dersims den Völkermord im Jahre 1915 an Armeinern als Tertele Hermeni und den Völkermord im Jahre 1938 an Dersimern als Tertelê Dersim. Sie haben den Völkermord an Armeniern während des Tertelê 38 in ihren Klageliedern "Derê Laçi" verarbeitet und es für immer verewigt.

Im Gedenken an den Opfern des Völkermords an Armeniern, Suryoye, Pontus/Pontier-Griechen und Dersimern durch Türkei.

Hawa Derê Laçi 1938 © By Mirzê Silê Hemi

"...Aşır biyê milişi kote ‘ra ver
Kês mare wela-qutare nêvano
Haq adırê aşıru weda ro
Cıra dariyo wê bexte u cüamerdiye
Nu kâfir amo xezevi, narae kokê ma ano
Zagonê neyi, way zagone dê gırano!
Aşiri amê diarê Derê Laçi de gosdanê
Ordi kerdo dormê Derê Laçi
Tayre u topi ontê Derê Laçi ser de, tede mız u dumano
Laçi de damê pêro Asmeni ra roz vıneto!
Wuşênê Lazê Civrail Ağay vano
Pêrode ma pêrodime, nu dewrê Yimama no
Aşirenê bêbextiye meke rê
Tesela ho ke mara guretê
Goçê sıma jê goçê Hermeniano..."

"Laçi de damê pêro, Asmen ra roz vıneto"
"
Aşirenê bêbextiye meke rê! Tesela ho ke mara guretê! Goçê sıma jê goçê Hermeniano"

©www.mamekiye.de®
İsmail Kılıç



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SOLIDARITÄT MIT DEM KLOSTER MOR GABRIEL 05.05.2009 12:55 Uhr

DAS KLOSTER MOR GABRIEL

Das umfangreiche Informationsdossiers mit der Stellungnahme der AKTION MOR GABRIEL und des Klosters Mor Gabriel zu den Vorwürfen der umliegenden Dörfern gibt es hier zum Download.

Hintergrundinformationen zu einem der ältesten Klöster der Welt

Geografische Lage

Das Kloster liegt ca. 20 km südöstlich der Stadt Midyat in der kargen Berglandschaft des Tur Abdin (übersetzt “Berg der Knechte [Gottes]“). Es liegt auf dem Gebiet der türkischen Provinz Mardin in der Nähe des Dorfes Alagöz (aramäisch Beth Kustan).

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Name

Das Kloster Mor Gabriel (aramäisch dayro d-’umro d-mor gabriel) wird auch als Kloster von Qartmin bezeichnet. Qartmin (türk. Yayvantepe) ist der Name des benachbarten, heute rein muslimischen Dorfes. Dies ist heute eines von drei Dörfern, die das Kloster Mor Gabriel bedrängen.

Geschichte

Gegründet wurde das Kloster im Jahre 397 von Shmuel (Samuel) und seinem Schüler Samun (Simon). Seine Bedeutung wuchs schnell und im 6. Jahrhundert lebten hier bereits bis zu 1000 sowohl einheimische als auch koptische Mönche. Zwischen 615 bis 1049 befand sich hier der Bischofssitz des Tur Abdin. Einem der Bischöfe, Mor Gabriel (im Amt von 634 von 668), verdankt das Kloster seinen Namen. Im 7. Jahrhundert wurde es nach ihm benannt.

Das Kloster war ein wichtiges Zentrum für die syrischen Christen des Tur Abdin. Es unterhielt eine bedeutende Bibliothek, von der heute jedoch nichts mehr erhalten ist (einige Manuskripte werden unter anderem in der British Library verwahrt), und die Klosterschule spielte nicht nur eine wichtige Rolle für die theologische Ausbildung in der Region und der gesamten syrischen Kirche, sondern bildete auch viele hochrangige Kleriker und Wissenschaftler aus, unter anderem vier Patriarchen, einen Katholikos und 84 Bischöfe. Weithin bekannt wurde Mor Philoxenos von Mabug († 523). Ein Zitat von ihm beschreibt die damalige Bedeutung des Klosters: Wer siebenmal mit Ehre und Furcht das Kloster besucht, das vom Engel gegründet wurde, erwirbt denselben Verdienst, alsob er Jerusalem besuchen würde.

Die Anfang des 6. Jahrhunderts errichtete Kuppel des Klosters besteht aus radial geschichteten Ziegeln und ruht auf Mauern aus Quaderwerk und Mörtelkern. Der Kuppelinnendurchmesser beträgt 11,5 m.

Das Kloster war bis 1915 eine selbständige Diözese. In diesem Jahr wurden während des Genozids an den christlichen Minderheiten in der Türkei alle Bewohner des Klosters umgebracht. Erst 1919 konnte es wieder von syrischen Christen bezogen werden. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde mit Renovierungs- und Erweiterungsbauarbeiten begonnen und ein Priesterseminar eingerichtet (welches 1980 von der türkischen Regierung wieder geschlossen wurde). In den folgenden Jahrzehnten wurde die Wasser- und Stromversorgung eingerichtet und eine Straße zum Kloster gebaut. Auch wurde ein Garten zur Selbstversorgung der Bewohner angelegt.